Pizza vom Stein

Wenn ich ehrlich bin, müsste Stefan den heutigen Artikel schreiben…
Es war die Investition des Sommers, als er sich einen Grill mit Pizzastein (für ihn eher zutreffend einen Pizzastein mit Grill) zulegte.

Antipasti_Pizzabelag_DSC_3107_1400px

So scheint es nun, dass sich seine liebe Familie fast ausschließlich von Pizza ernährt.
Die Gründe leuchten ein:
Pizza wird seit jeher von Jung und Alt geliebt.

Außerdem hat man eigentlich immer alle Zutaten daheim, sodass aus den fünf Grundzutaten Mehl, Hefe, Wasser, Salz und Olivenöl, 
blitzschnell ein wundervoller Hefeteig zusammengeknetet ist.
In aller Ruhe werden dann Vorratskammer und Kühlschrank inspiziert und der Teig legt ein Päuschen ein (bzw. arbeitet sehr fleißig).

Nun werden Champignons geputzt, frisches Basilikum gezupft, Tomaten und Büffelmozarella zurechtgeschnitten, Antipasti bereitgelegt und frische Ananas zerkleinert und all das, was sonst noch unbedingt auf die Lieblingspizza gehört.

3er Fotos Raster probiersmahl_pizza2

Ich gebe zu, ich bin früher auch ohne Pizzastein ausgekommen, doch nach einer delikaten Geschmacksprobe bin ich auch in Aktion getreten und habe mir ein Exemplar zugelegt.

Denn der Clou besteht darin, dass der Pizzastein der untersten Lage der Pizza Feuchtigkeit entzieht. So entsteht ein herrlich knusprig dünner Teig – wie die Pizza vom Lieblings-Italiener um die Ecke.

Ananas Pizza1-2_1400px

Foto 2

PIZZA Mystik-Chilli-Speciale_1400px

Hier nun die Vorlage für den sehr schmackhaften Pizzateig:

Zutaten für 3-4 (ca.2-3mm dünne) ausgerollte Pizzen ( Durchmesser: 30 bis 33 cm)

Original Rezept eines italienischen Pizzabäckers

• 500 g Mehl (wahlweise Weizenmehl und/oder Dinkelmehl)

• 300 ml lauwarmes Wasser

• 5 g frische Hefe (nein, das ist kein Druckfehler, es werden nur 4-5 g benötigt!)

• 10 g Salz

• 2 El Olivenöl

Zubereitung:
1.) Zunächst Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen und die Hefe hineinbröckeln, Salz an den Rand (abseits der Hefe) hinzugeben.

2.) Nun das lauwarme Wasser hinzugeben, damit sich unter Rühren die Hefe auflöst.

3.)  Olivenöl hinzugeben und den Teig circa 8 Minuten gut durchkneten.
(Bis sich der Teig gut von der Schüssel löst).
Falls der Teig zu klebrig ist, einfach etwas Mehl hinzufügen.

4.) Den Teig, mit einem Küchenhandtuch abgedeckt, etwa 50-60 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen.

5.) Ein Viertel des Teiges mit einem Nudelholz dünn (ca.2-3mm) auf einem Holzbrett ausrollen.

WICHTIG: auf jeden Fall darauf achten , dass der Teig nicht festklebt, also ausreichend Mehl zwischen Holz und Teig streuen!

Den Pizzastein in den Gasgrill stellen und auf 220° bis 260° vorheizen.
Den Pizzateig mit fruchtigem Tomatenmark  (gibt’s auch mit Basilikum oder Chili) und etwas Olivenöl, Gewürzen und Zutaten komplettieren, und nun die Pizza mit einem herzhaften Schwung vom Holzbrett auf den Pizzastein befördern und dann die Pizza für ca. 5-9 Minuten (hängt von der Menge der Zutaten und der Dicke des Teiges ab) bei geschlossenem Deckel abbacken.

Wer keinen Gasgrill in der XL-Version sein Eigen nennt, kann den Pizzastein auch im Backofen verwenden:
A) Ofen auf 250° Ober- und Unterhitze  vorheizen und den Pizzastein auf unterster Stufe vorwärmen.
B) Vor dem Abbacken der Pizzen auf jeden Fall auf Unterhitze umstellen!
C) Abbacken der Pizza in ca. 7-11 min

Nicht verwendeter Teig lässt sich prima 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren, so könnt Ihr abends noch schnell eine wunderbare ofenfrische Pizza für Euch, Eure Familie oder Freunde abbacken.

2x Steinofenpizza_1400px

Zum Schluss noch ein Tipp von Stefan: Der Pizzastein sieht nach häufigem Gebrauch nicht mehr besonders schön aus, was aber die Funktion und das Ergebnis nicht beeinflusst. Nicht mit Wasser reinigen, da sich der poröse Stein mit Wasser vollsaugt und dann bei hoher Hitze zerspringen könnte. Angebrannte Reste lassen sich mit einem Edelstahlspachtel entfernen. Das klappt vorzüglich und ist ruck, zuck erledigt.

Genießt den Spätsommer und viel Freude beim Nachbacken, ob nun mit oder (noch) ohne Pizzastein…

 

4 Gedanken zu “Pizza vom Stein

  1. Liebe Julia,

    von Marillenbuchteln deiner Oma habe ich bisher noch nichts gehört, so bin ich doppelt froh, sie über diesen Weg ( foot-blog) kennengelernt zu haben. Gefällt mir sehr gut, wie ihr, du und Stefan die Seite konzipiert habt. Der Marillen-Text ist richtig gut verfaßt. Toll !!! Ich kriege Lust, das Rezept bald auszuprobieren. Lis

    • Liebe Lis,

      das freut mich!! Das Rezept solltest Du schnell ausprobieren – solange es noch Aprikosen gibt…
      Es wird Euch bestimmt gefallen!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>