Marillenbuchteln

Eigentlich mag ich Veränderungen. Bei dem heutigen Rezept sieht es etwas anders aus.
Es stammt von der wahrscheinlich begnadetsten Köchin. Meiner Oma.
Ich könnte dieses Meisterwerk zu jeder Tageszeit essen.
Es wäre ein wundervoller Start in den Tag, ideal als Snack zwischendurch, als Nachtisch zum Mittagessen, als Mitbringsel für die Kuchentafel oder als Betthupferl…
Ihr seht schon, ganz schön vielseitig…

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Die Aprikose ist ja schon ein Wundergewächs. Im Süden Frankreichs oder Italiens gibt sie am Strauch bereits eine tolle Figur ab. Und beim Obststand daheim, ergattert sie sich mühelos den ersten Platz als “Miss Steinobst” of the year.

Nun gut, man kann die Dame auch an einem falschen Tag antreffen. Und sie zeigt sich matschig und fad oder aber noch grün hinter den Ohren und ziemlich sauer.

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Dieses Rezept jedoch bringt, Dank eines (Teig-)mantels der Verschwiegenheit und mit Zitronenzeste und Zimtnote verfeinert, nur ihre besten Eigenschaften hervor und lässt sie zur Diva erstrahlen.

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Diese Metamorphose geschieht im Sauseschritt und bedarf nur weniger Arbeitsschritte.
Ach, und hatte ich erwähnt, welch wunderbares Parfum dieses Prachtexemplar im Ofen entwickelt?

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Man kann sie ofenwarm, lauwarm oder kalt genießen.
Wenn ich es mir aber noch mal so recht überlege, plädiere ich für die ofenfrische Variante.
Die lässt nämlich auch liebe Familienmitglieder, Freunde und Verwandte nicht kalt.

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Also, schnappt euch euren Einkausfkorb und ergattert  beim Obsthändler die letzten Aprikosen des Sommers.

Marillenbuchteln

(Zutaten für circa 16 Stück)

•1kg Aprikosen

•300 g Mehl (Typ 1050)

•1 Tl. Backpulver

•1 Prise Salz

•etwas Schale einer ungespritzten Zitrone

•1 Messerspitze Zimt

•100 g Zucker

•250 g (Sahne-)Quark

•125 g Butter

Zubereitung:

1.) Das Mehl abwiegen und Backpulver, Salz, Zitonenschale, Zimt und Zucker hinzufügen.

2.) Nun den Quark und die Butter hinzugeben und zu einem schönen Teig verkneten.
(Entweder per Hand oder mit der Küchenmaschine)

3.) Die Aprikosen abwaschen und entsteinen.

4.) Den Teig in 16 Stücke teilen (Anzahl hängt von der Größe der Aprikosen ab).
Die Teigstücke zu einem Kreis von 10 cm Durchmesser formen und damit die Aprikose dünn ummanteln.

Bei 190° C auf Ober- und Unterhitze circa 30 Minuten (hängt wieder von der Größe der Buchteln ab) im Ofen abbacken.

Ihr werdet jede Menge Lob ernten. Versprochen!

 

 

 

4 Gedanken zu “Marillenbuchteln

  1. Beim Anblick dieser fruchtigen und ansprechenden Marillenbuchteln kehrt das Gefühl von Sommer sofort zurück und erweckt in einem eine kaum auszuhaltende Neugierde und die Frage, was für Köstlichkeiten nach und nach ihre Türchen öffnen werden :) .

  2. Als ich mir das Rezept durchgelesen habe hatte ich gedacht…ist das alles?! Es ist wirklich sooo einfach und sooo lecker. Bereits beim Teigmachen konnte ich die Finger nicht davon lassen und habe fleißig mitgegessen. Die Buchteln sind wirklich im handumdrehen fertig und schmecken sehr lecker. Im Gegnteil zu anderen Buchteln bzw. Klößen & Co. ist das mit dem Teig eine echte Schwerstarbeit. Hier nicht!

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